Weise kann man sich vielleicht äußern, oder man kann
es auch werden, wenn man deutlich vor dem körperlichen Ende, in guter
gesundheitlicher Verfassung, über die Gedanken nachdenkt, die man beim
Sterben haben könnte.
Es gibt einen kurzen Film, der mich in einem
"Friedwald" überfiel. Um mich herum standen Bäume. An diesen waren
Plaketten angebracht: Welche Menschen da an diesem Baum sich hatten
beisetzen lassen. Und, heftiger: Es gab auch im Voraus gekaufte Bäume von
Menschen, die noch lebten. Die hatten da schon ihre Plakette hängen - da
stand ihr Name und ihr Geburtstermin drauf, aber noch kein Abschiedsdatum.
Ich überlegte nun, wie denn ein erfülltes Leben
aussehen könnte - und meine, angesichts des "Friedwaldes" mich zu einigen
eben doch weisen Worten durchgetunnelt zu haben.
Dieser Film wird in bester Auflösung - weit über dem
verschwimmenden Bild hier - als Kunstwerk verkauft. Für jeden, der ihn erwirbt, erstelle
ich einen persönlichen Vorspann. Der Film soll nur an einem Ort aufgeführt
werden, den sich der Käufer wünscht. Er soll nicht kopiert und nicht
verteilt werden.
Im Film von Chris Mennel gesprochener Text:
Wenn du am Anfang Platz hast und am Ende die Zeit drängt, dann bist du
sinnvoll offenbar herangewachsen, hast dich prachtvoll entfaltet und so
viel von dir gegeben und aufgebaut, dass es jetzt reicht über dein
Lebensende hinaus.
Wenn du am Anfang Platz hast und am Ende die Zeit
drängt, ist das schon richtig. Es soll nicht sein, dass am Ende die Zeit
lang wird.
Natürlich lockt es, eine Punktlandung zu machen. Aber immer
wieder wichtig ist dann, dass man diese Punktlandung vor dem nahendnn oder
auch dem gewissen Ende macht.
Und danach? Tja - dann könnte man theoretisch sagen, fängt der Satz von
vorne an: Wenn du am Anfang Platz hast - und jetzt mache ich einen
Schlenker - und am Ende, weil du zu Ende kamst, wieder Platz hast -
dann hast du's optimal gestaltet für ein endliches Wesen, für ein lebendes
biologisches Wesen.