| Nekropole
bezeichnet einen Ort, an dem es mehr Tote als lebendige Menschen gibt.
Nekropolen sind seltene "Städte". Eine der wenigen weltweit ist das
kalifornische Colma – eine Ortschaft, in der nur 0,1 Prozent der
Bevölkerung lebendig ist. Wie lebt es sich dort?
In Colma sei es schön, grün und ruhig, sagt die
Bewohnerin Patricia Hatfield. Denn in Colma leben nur 1500 Menschen. Es
gibt aber siebzehn Friedhöfe:
Vier nicht konfessionsgebundene, vier jüdische, zwei
chinesische, einen japanischen, einen griechischen, einen italienischen,
einen katholischen, einen für Almosenempfänger und einen für Haustiere.
Sie tragen Namen wir „Woodlawn Memorial Park“, „Greenlawn Memorial Park“,
„Olivet Memorial Park“ und „Cypress Lawn Memorial Park“.
1,5 Millionen Menschen sind hier begraben – 99,9
Prozent der Bevölkerung. Colma ist eine Stadt der Toten.
Bekannt ist die Stadt unter mancherlei Namen: Deadsville USA
(Totenstadt USA), City of Souls (Stadt der Seelen), Home of the
Graves (Heimat der Gräber), Cemetery City (Friedhofsstadt).
Von Anfang an war Colma als "Totenstadt" geplant. Die Millionen Leichen in
Colma hatten schon einmal eine ewige Ruhestätte – doch sie wurden
umgesiedelt. |

Foto von Nuray Onoglu: "Schlafender Chris mit Blumen"
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