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Es gibt zwei Entwürfe für Installationen von Chris Mennel zum Thema "Abschied":

Auto-Überschlag“ und „Abschied auf dem Hochsitz“ brauchen als Installation, theaterhaft ausgeleuchtet, ihren eigenen ganzen Raum: Um das kopfüber Hängende laufen von mir schon formulierte Visionen, symbolische Landschaften, Handlungen und Drehbuchszenen ab. Das ist ein Familendrama im Sinne von David Coopers „Der Tod der Familie“. Die Installation liefert meine Version von „Es geht bergab“ und „Die Menschheit verdummt und das Level der Rezeption und Zusammenarbeit sinkt“.

Wie bei meinen Installationen "Abendstimmung" und "Eiserne Party" sehe ich auch bei meinen zwei Abschieds-Installationen eine durchwanderbare Groß-Skulptur - oder meinetwegen umwanderbar. Wenn man 1000 Leute durchwandern lässt, ist bestimmt ein Vandale dabei....  Monitore sind in der Groß-Skulptur verteilt, die meine Inhalte mitzuteilen versuchen, von mir gesprochen.

Abschied auf dem Hochsitz“ ist dann als Hommage an „Der Meteor“ von Dürrenmatt betrachtbar - ich sehe, wie dieses Widmen mich kommerzialisierbar macht, wie ich es auch bei "Gregor Salsa" und "Gänge" erlebe - beide tun so, als lehnten sie sich an Kafka an - und der Kunde nickt und nimmt das Ding eher.

Faktisch haben meine Stücke keine Vorbilder. Sie überfielen mich - die Bilder, gar die Worte. Erst im Nachhinein überlegte ich: Wo liegt dein Nachbar? Jaja, Kafka, gern auch Dürrenmatt - beide sind klasse.

David Cooper ist ein wunderbarer Autor der Siebziger Jahre, der aber Opfer der Sprach-Veränderung wurde. Manches braucht einen Zeitgeist, einen Kontext, der dem Leser während einer bestimmten Dekade gegewärtig ist. Mit seinen Barrikaden brechenden Sätzen halte ich David Cooper im Neuen Jahrtausend nicht mehr für mitvollziehbar. Beim Schaffen der Stücke (im Neuen Jahrtausend) hatte ich die genannten Autoren zunächst nicht im Blick. Aber "damals", etwa 1980, beeindruckte David mich. "Der Tod der Familie" ist eines jener Handvoll Bücher, die mich sinnvoll zu verändern schafften.

Die drei Fotos hier stehen in keinem Zusammenhang mit dem Text. Es handelt sich um "Fotos vom Verschwinden", die ich nicht bewusst herstelle wie andere, die genau in dem Moment, wenn sie auf den Auslöser des Fotoapparates drücken, ihre Kamera schnell bewegen. Manchmal passieren mir solche verwischten Fotos mitten in einer Foto-Aktion. Ich führe einen Ordner, in dem sich diese Nebenbei-Fotos ballen.