| Angenommen, ein Mensch durchstreift diese
Homepage, der Kunst kaufen möchte. Nicht beim Zuschauen stehenbleiben.
Etwas zu sich herüberholen. Was gibt es
hier an Kunst zu kaufen? Ein Phantaphoto, einen Film und ein Projekt.
1. Das Phantaphoto beruht auf einer satten
5000 x 5000 Pixel-Datei. Es ist damit richtig schön riesig auf Leinwand,
Forex, Acrylglas, Alu-Dibond oder Holzfläche druckbar. Es heißt "Hinüber
wall ich". Es handelt natürlich vom Abgang, Abschied, Davonfliegen.
Das T-Shirt, das Chris im Wiesenhimmel dieses
Fantasie-Fotos trägt, bezieht sich auf "Hyperkino", den Tempel der
Film-Skulpturen. Da drin arrangieren sich die Werke der
Abschieds-Homepage, einschließlich der raumfüllenden
Installationen
"Auto-Überschlag" und "Abschied auf dem Hochsitz" (Hallo Museen, wollt
ihr, könnt ihr kaufen?).
Die Zeile "Hinüber wall ich" greift ein berühmtes
Gedicht von Novalis auf. Schnappen wir dessen dritte Strophe:
"Unendliches Leben
Wogt mächtig in mir
Ich schaue von oben
Herunter nach dir."
https://www.deutschelyrik.de/hinueber-wall-ich-1554.html

Ich schlage das Format
1,80 x 1,80 Meter vor. Einzelheiten klären wir.
2. Der Kunstfilm in voller HD-Qualtiät mit
personalisiertem Vorspann. Dieser Vorspann garantiert Einmaligkeit. Er
beschreibt nach Vorgabe des Käufers, wem und wo hin das Werk gehört.
Die Filme von und mit Chris Mennel werden im
Internet üblicherweise im 854x480-Pixel-Format verschenkt, und Ruhe ist.
In originaler Full-HD-Pracht gibt es sie selten in stetigem Durchlauf auf
Einzel-Monitoren in Kunstausstellungen von Chris.
Hier im Film "Letzter Gruß" fügt sich das Rohe und
Schlichte hinein ins Ewige. Der Text ist spontan im Wald gesprochen beim
Filmen und dennoch druckreif: ziel.htm .
Das Werk liegt authentisch in deutscher Sprache vor.
Klar kann es von künstlicher Intelligenz in einer anderen Sprache
gesprochen und mit Schritten im Waldlaub unterlegt werden.
3. Das Projekt: Dein Grabstein zu Lebzeiten
In den letzten Lebensmomenten sind Grußworte selten
das Thema und kaum zu sprechen. Überleg dir sicherheitshalber Jahre
vorher, was du mitteilen möchtest. Chris hatte schon zwanzig und mehr
"Kunden", die ihr Schlusswort sprachen. Gemeinsam wurde die bildhafte
Szene ausgesucht. Die Kamera lief los. Unser Mensch begann zu sprechen.
Ein geschnittener Film ist das erste Ergebnis.
Das zweite ist die Skulptur: Ein Gebilde mit
Monitor. Der Besucher trifft einen Hebel oder Knopf und betätigt ihn. Der
Film läuft einmal durch.
Wir drehen den Film. Wir beauftragen die Skulptur.
Wir verabschieden uns.
.....................................................
Hyperlinks
Last not least hier zum Abschluss der Bazar-Seite
mein Anliegen, dass nicht dumpfes "Neues" das bessere "Alte" vom Tisch
wischt.
In den enthusiastischen ersten zwanzig Jahren des
Homepage-Bauens - etwa 1998 bis 2018 - fügte man "Hyperlinks" in die Seite.
Einfach, weil das technisch ging und weil es Papierbücher überstieg.
"Hyperlinks" sind eine Ausweitung des Aufenthalts auf nur einer Seite. Sie
ermöglichen ein konkretes Bezugnehmenkönnen auf externe Inhalte, die in
gradlinigen Schriften nur erwähnt werden. Die Verweise, die Fußnoten unter
einem Papiertext: Die klappen dank "Hyperlink" unmittelbar aus einer
Textzeile heraus.
Aber der eilige Besucher stolpert. Der flüchtige
Besucher braucht die Linienführung. Der reflexhaft neugierige Besucher
klickt dann ja doch auf den angebotenen Hyperlink. Und befindet sich damit
in einem neuen Internet-Raum, auf einer anderen Homepage. Und schaut sich
da auch mal um. Und findet den Weg zurück nicht mehr.
Es ist wie bei diesen mit Werbung überhäuften Seiten
im Internet: Du willst zu einem Sachverhalt etwas wissen. Dir werden im
Sekundentakt Impulse ganz woanders hin angeboten. Dir wird wirr im Kopf.
Du stellst nach Minuten des Herumgurkens fest, dass das, was du wissen
wolltest, nicht zu dir gelangt ist.
Gegen die Flut der Werbe-Links haben die Surfer
innere Filter und Abstand-Haltungen aufgebaut. Einige Hyperlinks auf
dieser "Abschieds" Seite wurden im Namen der Nutzerführung wieder
abgebaut:
Seite "installationen.htm"
> Wie bei meinen Installationen "Abendstimmung" und
"Eiserne Party" sehe ich auch bei meinen zwei Abschieds-Installationen
eine durchwanderbare Groß-Skulptur <
> wie ich es auch bei "Gregor Salsa" und "Gänge"
erlebe <
Seite langenacht.htm"
> Postkarten zum Thema "Abschied"?
Ich habe eine drucken lassen in der Zeit der ersten zwei Kölner Ausstellungen "Visionarium"
und "Hyperkino".
Prompts
Bilderzeugende Künstliche Intelligenz steht bereit,
irre Bilder zu liefern. Wenn man sie irre kitzelt. Die Texteingaben, die "Prompts", damit Bilder-KI in Fahrt kommt, wollen gefunden und erfunden sein. Hier bei
"Abschied" lohnen sich KI-Bilder aus zwei Anregungen der Seite
langenacht.htm heraus:
> "Eine gegenständliche Auseinandersetzung mit dem
persönlich Existentiellen" ist schon so ein Universal-Titel. Ich sehe da
eine Skulptur mit einem Huhn und einem Ei vor mir :-) <
> Die Idee, einen Menschen in ein Roulette-Spiel zu setzen, auf dem seine
Lebenskugel launisch versucht, Money, Love, Wisdom, Sex oder Ambition zu
treffen, finde ich klasse. < |